Der Mensch war stolz und stark. Sein Widerstand erfreute mich. „Du wirst.... So wie alle anderen vor dorisch. Es ist nur eine Frage der Zeit.“ Ich kehrte auf meinen Platz zurück und gab Christian ein Zeichen. Er ging um den Menschen herum und liess die Peitsche nun über seine Vorderseite wandern.
„Keine Ahnung, wieso dich anhören sollst. Ist ja auch egal, solange du es Anderen nicht übel nimmst, wenn sie dich falsch einschätzen“ liess ich ihn wissen. Er wollte also, dass ich mir seinen Arsch vornahm. Es war schon etwas länger her, das ich diese Position inne hatte, aber so etwas verlernt man nicht. „Ich fürchte, dass ich noch nicht wirklich in Stimmung bin. Hilfst du mir?“ fragte ich und liess mich neben Dave auf die Matratze fallen.
Ich konnte nicht anders und lachte los. "So wie du ran gehst, dachte ich das ich mindestens der vierte wäre." Es schien als würde ich bei Dave mit einfach allem falsch liegen. "Ich hab kein Problem und du bist auch nicht meine erste Jungfrau. Eine Moralpredigt werde ich dir keine halten, dazu habe ich kein recht." Dave steckte voller Überraschungen. "Nur eines muss ich noch wissen." Ich küsste Daves rechte Halsseite. "Willst du mich nehmen oder willst du von mir genommen werden?"
Ich zuckte mit den Schultern. "Womöglich hatte ich einfach etwas anderes erwartet, nach dem was deine Grossmutter über dich erzählt hat." Dave wollte mich ungehemmt und zurückhalten sollte ich mich nicht. Wenn er gut war, und das war er bei seiner Erfahrung bestimmt, würde das kein Problem sein. Ich nahm seine Hand und kroch zu ihm aufs Bett, half ihm aus dem Shirt und drückte ihn in die Kissen. Ich setzte mich über ihn und rieb mich an seiner leichten Erregung. Dabei legte ich meine Hände auf seine Schultern.
Der Geruch von Blut erfüllte den Raum früher, als ich erwartet hätte. Es dauerte meist etwas länger bis aus den üblichen Striemen blutige Risse wurden. Auch war der Mensch überraschend still, trotz Christians Bemühungen. Ich hob den Kopf an und wusste warum. der Mensch war stark, er wollte sich keine Blösse und mir keine Befriedigung geben. Um dem Schmerz der Peitsche zu entkommen biss er sich die Unterlippe blutig. Ich stand auf und sofort hielt Christian inne. Langsam näherte ich mich dem Menschen, streckte meine knochige Hand nach ihm aus, umfasste sein Kinn. "Du bist stark, aber auch du wirst schreien und um Gnade betteln."
Der Mensch wehrte sich verzweifelt, doch er hatte keine Chance gegen Christian. Der Duft nackter Panik lag in der Luft. Meine rot glühenden Augen wanderten über den Körper des jungen Mannes. Entspannt lehnte ich mich zurück. "Du kannst anfangen" dröhnte meine Stimme durch den dunklen Raum. Meine rechte Hand hatte nur auf diese Worte gewartet. Er hatte sich hinter dem Menschen platziert und eine schlichte Lederpeitsche an sich genommen. Ohne das der Mensch sich irgendwie darauf vorbereiten konnte, traf das Leder seine nackte haut. Nach jedem Schlag eine Pause machend, bearbeitete Christian den bis anhin mackellosen Körper des Mannes.
"Warum den nicht?" fragte ich. "Glaubst du ich wäre so spiessig, dass du mir die grosse Liebe vorschwärmen musst um mich ins Bett zu kriegen?" Ich näherte mich Dave. Wirklich erregt war ich nicht aber das war nicht so wichtig und würde sich wohl auch noch ändern. "Wie willst du mich?" fragte ich, legte eine Hand auf sein Oberschenkel und kramte Gleitgel und Kondome aus der Nachttischschublade. Dave war ein so widersprüchlicher Charakter, dass ich gar nicht ers versuchen wollte, ihn einzuschätzen. Ich konnte wirklich nicht einschätzen, welche Vorlieben er hatte.
Ok, die Abneigung gegen Motorräder war nicht gespielt. Tatsächlich war Dave aber bereit, seine Angst zu überwinden um mit mir in die Kiste zu springen. Auf absurde Weise schmeichelhaft. Ich zog ihn hinter mich aus Bike, legte seine Arme um meine Hüften und meinte. "Gut festhalten." Ich riskierte nie viel, war immer auf Sicherheit bedacht. Heute aber fuhr ich noch vorsichtiger als sonst und auch weit unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Ohne Grosse Verspätung erreichten mir meine Wohnung im 6. Stock eines Mehrfamilienhauses. Sie war nicht besonders gross, aber auch nicht wirklich klein. Sie war genau richtig für mich und ich hatte sogar eine Badewanne. Ich holte mir ein Wasser aus der Küche und zog Dave ins Schlafzimmer. Stiess ihn gegens Bett. Mein Getränk stellte ich auf den Nachttisch. Schuhe und Jacke landeten in einer Ecke. Ich drehte mich zu dem Blonden und zog mein Shirt aus, dann machte ich mich daran, die Hose auszuziehen bis ich nur noch meine Shorts anhatte.
"Bei mir gibt es keine zwei Seiten, nur eine, Die zeige ich aber meist nicht zur Gänze. Die meisten Menschen kennen nur ein kleiner Teil von mir" erklärte ich und wandte mich meinem Motorrad zu. "Ich wohne 20 Minuten von hier, mit dem Motorrad." Ich zog mir meine Jacke über und reichte Dave einen Helm. Keine Ahnung ob seine Abneigung gegen Motorräder echt war oder gespielt. Jetzt würde ich es herausfinden.
"Dein Telefon hat dich verraten." Ich zog ein Tuch aus der Hosentasche und wischte mir die Schminke aus dem Gesicht. Er tat es schon wieder. Er machte mich schon wieder auf diese abgecheckte Art und Weise an. Andreas irrte sich. Dave war nicht unsicher und unerfahren schon gar nicht. Im Gegenteil. Ich war mir mittlerweile sicher, dass er ziemlich abgebrüht war. "Die Aktion hätte ich mir sparen können. Du brauchst ganz offensichtlich keine Hilfe. Ganz schön durchtrieben. Vor deiner Oma spielst du den schüchternen Jungen und kaum sind wir allein, lässt du keinen Zweifel an deinen Absichten aufkommen." Nun, da ich glaubte, genau zu wissen, was Dave von mir wollte, entspannte ich mich. Sprach ja auch nichts dagegen, sich zu amüsieren. Ob ich nun der fünfte, sechste oder siebte Typ in seinem Bett war, war im Grunde auch egal. "Wollen wir zu dir gehen oder lieber zu mir?"
Ich folgte Dave nach draussen, lehnte mich neben ihm an die Wand, verschränkte die Arme vor der Brust und sah zu ihm rüber. "Warum musstest du dir auch unbedingt die Moonlight-Lounge aussuchen? Konnte es nicht irgendwas sein, wofür ich mich nicht verkleiden musste?" Meine Rettungsaktion war scheinbar unnötig gewesen. Dave konnte sich mehr oder weniger behaupten, wie lange, bei dem starken Zeug, das er runter kippte wie Wasser, wollte ich aber nicht unbedingt herausfinden.
Es dauerte nicht lange, da entdeckte ich Dave am Tresen. Er unterhielt sich mit jemandem und schien sich zu amüsieren. Die Sprüche ignorierend, die man mir hinterher rief, setzte ich mich auf Daves freie Seite. "Die Verspätung tut mir ja so leid. Der Verkehr war die Hölle" meinte ich küsste Dave rechts und links auf die Wange. 2Wartest du schon lange, Schätzchen?" Etwas abschätzig betrachtete ich den anderen Mann. "Du scheinst dich jedenfalls nicht gelangweilt zu haben." Ich streckte die Hand aus um mich dem anderen vorzustellen. "Florian, sehr erfreut." Ich wusste, dass ich mich gerade ziemlich tuntig aufführte, aber das war Absicht, der andere sollte sich verziehen. Etwas irritiert nahm er meine Hand in seine. "Kevin...Ebenso..."
Als ich unter der Dusche hervor kam und auf Handy sah, sah ich, dass mir jemand aufs Band gesprochen hatte. Ich hörte die Nachricht ab. Es war Dave. Er meine tatsächlich, dass meine Oma mich zu der Telefonnummer überredet hat. Was nicht der Fall war. Als er davon sprach, eine Schwulen-Bar zu besuchen, klang es, als würde er dies zum ersten Mal tun. Irgendwie beunruhigte mich das. Wenn Andreas recht hatte sollte Dave nicht allein in irgendeine Bar gehen. Ich trocknete mich ab und griff nach dem Phone. Dreimal rief ich an während ich mich anzog. Dann endlich ging jemand ran, jedoch nicht Dave, sondern viel mehr seine Hosentasche. Ein Sacktelefon. Ich konnte hören wie sich Dave mit jemandem Unterhielt. Angestrengt versuchte ich, an Hand der Hintergrundgeräuschen herauszufinden, wo er sein könnte. Tatsächlich erkannte ich dann eine der Stimmen, die des Barkeepers aus der Moonlight-Lounge. Ausgerechnet diese Bar hatte sich ausgesucht. Ich zog mir eine Lederhose an und ein passendes Netz-Shirt, dazu die passenden Akzente und etwas Make Up. Die Moonlight-Lounge war ziemlich eigen und ich wollte unbedingt verhindern, dass Dave an einen der zwielichtigen Kerle geriet, die dort rum hingen. Mit dem Motorrad war ich 0 Minuten später vor Ort und bahnte mir einen Weg zur Theke.
So etws warm mir noch nie passiert. Dave liess mir keine Zeit auf seine Worte zu reagieren. Er war aus der Tür raus und liess mich stehen. Eine Weile stand ich einfach nur da wie bestellt und nicht abgeholt. So offensiv wie Dave gerade auf mich zu gekommen war, schien es, als wäre er nicht so unerfahren wie ich zu erst dachte. War er auch nur auf ein Abenteuer, eine neue Eroberung aus?
Ich beendete meine Schicht und führ nach Hause, ging duschen und machte mich dann auf zum Stamm, einem lockeren Treffen Gleichgesinnter in gut bürgerlicher Atmosphäre. Dave wolle mir jedoch den ganzen Abend nicht aus dem Kopf und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ich auf meine abwesende Haltung angesprochen wurde. Die Meinungen über Dave und seine Anmache gingen ziemlich auseinander. Dann meldete sich Andreas zu Wort. „Ich glaube nicht, dass der Kleine besonders erfahren ist. Im Gegenteil: wahrscheinlich ist er noch vollkommen unberührt. Mit seiner offensiven Anmache versucht er seine Unsicherheit zu überspielen. Er möchte ernst genommen werden.“
Andreas Worte begleiteten mich bis weit in den nächsten Tag hinein. Zum Feierabend hin hatte ich eine Entscheidung getroffen und gab Frau Smith meine Telefonnummer. Ich hatte frei an dem Tag, an dem Dave sie wieder besuchen wollte und bat sie ihm die Nummer zu geben.
Ich war es gewohnt angemacht zu werden, aber nicht auf der Arbeit und nicht von so jungen Kerlen. Dave folgend erreichten wir die Lobby. „Dafür, dass du schon so viel Ablehnung erfahren musstes, gehst du ganz schön ran, Jungchen.“ Ich wollte Dave nicht zurückweisen, ihm aber auch keine falschen Hoffnungen machen. Ein wenig erinnerter mich an mich selbsh in seinem Alter. „Ich kann dir ja die Adresse meines Fitnessstudios geben“ lachte ich.